Homophobie macht dumm

02/07/2008

Vor wenigen Tagen fragte ich noch, ganz zaghaft wie ich nunmal bin, ob Homophobie dumm macht. Heute kann ich mit Gewißheit verkünden: Entweder macht Homophobie dumm oder sie ist die Folge von Dummheit.

Bei onenewsnow.com, einer Nachrichtenseite der Schwulen hassenden evangelikalen American Family News Network, kam man auf den Gedanken, mit Hilfe eines kleinen Programms in allen Meldungen das Wort ‘Gay’ durch das Wort ‘Homosexual’ zu ersetzen. Dabei wurde nicht bedacht, dass ‘Gay’ recht häufig als Familienname vorkommt. Aus Tyson Gay wurde Tyson Homosexual und aus Rudi Gay wurde Rudi Homosexual.

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Macht Homophobie dumm?

27/06/2008

Nun, es sieht ganz so aus.

Erst schlug die Homophobie zu:

Justin Nichols war Koordinator für Jugendgerichtsangelegenheiten am Collin County Gericht in Texas. Als bekannt wurde, dass er schwul ist, wurde er gefeuert, denn Schwule und Kinder/Jugendliche, dass geht ja nicht. Christoph Daum hat es uns erst kürzlich erklärt.

Dann verlangte die Dummheit von den Homophoben ihren Tribut. Über 26 Millonen (!) US-Dollar müssen sie zahlen!

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Was hat Google Trends mit Gruppensex und Apfelkuchen zu tun?

25/06/2008

Es ist schon erstaunlich, was Google alles über uns weiß.

In Florida wird zur Zeit ein Fall vor einem Gericht verhandelt, in dem Google möglicherweise eine große Rolle spielen wird. Es geht darum, herauszufinden, ob die Amerikaner, speziell die in Pensacola, Gruppensex und andere Orgien ihrem Leib- und Nationalgericht Apple Pie vorziehen.

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‘Larry King und der schwule Bruder des Rechtsanwalts’

23/06/2008

So, oder so ähnlich, könnte der Titel eines billigen Krimis lauten. 

Es geht aber um etwas anderes. Lawrence King (15) wurde im Februar 2008 in Oxnard (Kalifornien) von seinem 14jährigen Mitschüler Brandon McInerney erschossen. Einziges Tatmotiv: Larry war schwul und hat Brandon Avancen gemacht. 

McInerney droht bei einer Verurteilung nach Erwachsenstrafrecht eine 50jährige Haftstrafe. Die Verurteilung nach Erwachsenenstrafrecht ist nach kalifornischem Recht unter anderem dann möglich, wenn die Tat als Hassverbrechen gewertet wird. 

Mehrere amerikanische schwullesbische Verbände haben sich, aus mir unverständlichen Gründen, dafür stark gemacht, den Fall an ein Jugendgericht zu verweisen und McInerney unter Jugendstrafrecht zu verurteilen. Er würde dann mit etwa 10 Jahren Haft davon kommen. Auch der Anwalt von McInerney versucht es mit der Mitleidstour. McInerney habe das alles nicht gewollt, er sei doch selbst noch ein Kind, man müsse Verständnis haben, und bla, bla, bla. 

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Mitleid für den Täter aufgebracht wird, und wie wenig Mitgefühl dem Opfer, dem es freilich nichts mehr nützt, und dessen Angehörigen gilt. 

Und so argumentiert McInerney’s Anwalt William Quest in alter Tradition, dass das schwule Opfer doch selbst schuld sei und McInerney nicht genug vor seinem schwulen Verehrer geschützt wurde: 

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Na, wer wird denn auf diesen Heinz-Ketchup-Werbequatsch hereinfallen?

20/06/2008

Heinz Ketchup versucht mit einen primitiven Werbespot an die Geldbeutel schwuler und lesbischer Menschen heran zu kommen.

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“There are no role models for gay marriage.”

19/06/2008

Hochzeitsbilder

19/06/2008

Eine Fotoline im Kölner Stadt-Anzeiger:

Just married! 


Bilder aus San Francisco: Gays, Jews, Jesus, Commies, Muslims & Heteros

18/06/2008

Michael Petrelis hat mit seiner Kamera das Geschehen rund um die Town Hall anlässlich der ersten Same Sex Marriages eingefangen:

City Hall: Gays, Jews, Jesus, Commies, Muslims & Heteros 

Ein Tag der Freude, aber auch ein Tag des religiösen Hasses.


Happy Pride

14/06/2008

Reich durch Schwulenhass

13/06/2008

Richtig müsste die Überschrift heißen, ‘Reich aufgrund von Schwulenhass’, und zwar aufgrund des Hasses gegen Schwule, den zwei Männer in New Jersey über Jahre hinweg erdulden mussten.

Peter deVries and Timothy Carter, ein schwules Paar, wohnten in Secaucus direkt neben einer Feuerwache. Dieses Nebeneinander war kein friedliches:

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Abstand halten!

11/06/2008

Da sind ein paar Idioten einem schwulen Teenager mächtig auf die Nerven gegangen, haben ihn gar verprügelt und beraubt. In vielen Fällen hätten Behörden und Gerichte sich dahin eingelassen, dass der Schwule seine Peiniger provoziert habe (Schwule provozieren bekanntlich schon allein durch ihr dasein), und nichts weiter unternommen. Nicht so der zuständige Richter in Virginia. Die Täter müssen sich in den nächsten fünf Jahren von ihrem Opfer fern halten. Im Falle einer Zuwiderhandlung drohen 10 Jahre Haft.

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Ein frivoler Evangelikaler

10/06/2008

God has delivered them into our hands. Boom boom boom … there’s twenty! Ca-ching! Glory, glory to god.

so tönte im Jahr 2003 der christlich-evangelikale Pastor Grant Storm in Wisconsin anlässlich einer Veranstaltung von ‘Christians United’ zum Thema ’Homo-Faschismus’ (!!).

Als ihm darauf hin vorgehalten wurde, er rufe zum Mord an schwulen Menschen auf, zog der Pastor (!) vor Gericht. Er sei ein an Gott glaubender Mensch und schon deshalb missverstanden worden, wie bekanntlich alle an Gott glaubenden Menschen immer missverstanden werden. Was er vielmehr sagen wollte:

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Mr Sulu heiratet ohne Kaptain Kirk

08/06/2008

George Takei wird im September seinen Freund Brad Altmann heiraten:

Takei and Altman plan to marry Sept. 14 in the Democracy Forum at the Japanese National Museum in Los Angeles.

Walter Koenig, who played Chekov in “Star Trek,” will be the best man and Nichelle Nichols, who played Uhura, will be the matron of honor. Castmate Leonard Nimoy will be among the 200 guests, but probably not William Shatner. Takei has said Shatner didn’t treat him and most of the cast very well.

Schade, dass DeForest Kelly nicht mehr lebt. Er wäre sicher gerne dazu gekommen.

So, wie George Takei auf die Anwesenheit von Mr Shattner verzichten kann, so kann er gewiß auch auf die Damen und Herren Christen der Westboro Baptist Church verzichten.

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Immer Ärger mit dem Pastor, oder: Der deutsche schwul-jüdische Antichrist

04/06/2008

Im us-amerikanischen Wahlkampf scheinen Prediger eine ganz besondere Rolle zu spielen. Nachdem  Barack Obama seit Wochen schon viel Zeit damit verbringt, sich von den verschiedenen geistlosen Geistlichen, denen er im Laufe seines Lebens gehuldigt hat, zu distanzieren und sogar aus ’seiner’ Kirche ausgetreten ist (aus alledem aber nichts gelernt hat und sich eine neue Kirche mit anderen zweifelhaften Predigern suchen will), hat nun auch McCain ärger wegen einem Pastor, den er kürzlich noch innig umarmte.

 

Der amerikanischen Wahlkampftradition, wonach möglichst viel Staub aus der Vergangenheit der Kandidaten und ihrer Unterstützer aufgewirbelt wird, folgend, hat sich auch in der Passionsgeschichte der McCain-Freundes und evangelikalen Pastors John Hagee etwas Vorzeigbares gefunden.

 

Schon vor Jahren stellte Hagee erstaunliche Thesen (auf die allerdings nur gottgläubige Menschen kommen können) auf. Er meint zum Beispiel, dass Hitler ein Werkzeug Gottes war, denn nur durch die nationalsozialistische Judenverfolgung sei es gelungen, die Menschen jüdischen Glaubens wieder in das Gelobte Land zurück zu bringen.

 

How is God going to bring them back to the land? The answer is fishers and hunters. A hunter is someone who comes with a gun and forces you. Hitler was a hunter.

 

Er weiß auch wie Christen sich den Anti-Christ vorzustellen haben. Er soll ein Gotteslästerer sein, schwul und zumindest ‘teilweise’ jüdisch. Letzteres seinen schließlich ja auch schon Hitler und Karl Marx gewesen.

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Ab dem 17. Juni 2008 wird in Kalifornien geheiratet - und zwar richtig!

04/06/2008

The Supreme Court of California hat heute alle Anträge auf Verschiebung des Termins, ab dem sein Urteil zu den Same-Sex-Marriages rechtswirksam wird, abgelehnt. Damit sind ab dem 17. Juni 2008 in Kalifornien gleichgeschlechtliche Ehen möglich.

Verschiede evangelikale, fundamentale und konservative christliche Grüppchen hatten beantragt, das Gericht möge die Rechtskraft seines Urteils bis zu dem Volksentscheid über eine Verfassungsänderung im November aufschieben. Unterstützt wurden diese Anträge von 10 Generalstaatsanwaltschaften aus anderen Bundesstaaten. Der kalifornische Generalstaatanwalt, der im Prozess noch gegen die Zulässigkeit von Same-Sex-Marriages plädiert hatte, war den Anträgen mit dem Bemerken, mit dem Urteil des Gericht sei die Sache für ihn ein für allemal entschieden, entgegen getreten.


Frauen und schwule Männer

04/06/2008

Schon vor einiger Zeit hatte ich geäußert, dass ich mich immer sehr unbehaglich fühle, wenn Frauen sich über schwule Männer und deren Gefühlswelt auslassen.

Hier habe ich zwei Beispiele aus dem englischsprachigen Raum, die wunderbar zeigen, wie wenig Frauen über das Empfinden schwuler Männer wissen.

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Raymond Burr: “I am an unmarried man, as opposed to a single man.”

30/05/2008

Raymond Burr war ein brillianter Schauspieler. Insbesondere seine späte Perry Mason Verkörperung hat es mir angetan. Schade nur, dass ihm seine Rollen wichtiger waren, als sein eigenes Leben. Ich werde nie verstehen, warum man Ruhm, Ehre, Karriere, Anerkennung, Geld und ein Leben im Verborgenen der Verwirklichung des eigenen Seins vorzieht.



Es gibt genug Heiratsurkunden für alle!

28/05/2008

“There are enough marriage licenses to go around for everyone”, schreibt Chief Jugde Judith S. Kaye of the New York Court of Appeals.

Ähnlich sieht es auch der Supreme Court of California in seiner Entscheidung vom 15.05.2008 über die Verfassungsmäßigkeit von Same-Sex-Marriages. Die Entscheidung hat erwartungsgemäß die religiösen Fundamentalisten in den USA auf die Palme gebracht. Deren Strategie[1] lässt sich grob in zwei Vorgehensweisen einteilen. Die eine Gruppe verkündet unverblümt, Schwule müssten aus der amerikanischen Gesellschaft eliminiert werden, weil sie verschiedenerlei Krankheiten verbreiten, Kinder missbrauchen und ähnliche Dinge mehr. Die andere Gruppe gibt sich im Ton gemäßigter, lässt aber keinen Zweifel daran, dass sie die Unterdrückung von schwulen und lesbischen Menschen nach Kräften fortsetzen wird. Zu diesem Zweck versucht sie durch das Verbreiten vermeintlicher Horrorszenarien Schwulenfeindlichkeit weiter zu schüren. Beim Stöbern durch die Kommentare bei GayWest fand ich einen Hinweis auf eine deutsche Übersetzung (von ‘Füchsin’; die Richtigkeit und Vollständigkeit der Übersetzung habe ich nicht überprüft) einer Kolumne eines Vertreters der zweitgenannten Gruppe. Ein gewisser Dennis Prager meint, die Entscheidung des CA Supreme Court werde das Gesellschaftssystem zusammen brechen lassen, wenn nicht sofort eingeschritten werde.

Um jeden Zweifel an seiner gottgegebenen Auffassung zu unterdrücken, versucht er folgenden Trick:

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“For now, Brad and I are enjoying the delicious dilemma of deciding where, when, and how we will be married”

24/05/2008

Soldaten in Afghanistan: Sex nur unter Aufsicht

22/05/2008

Die us-amerikanischen Streitkräfte haben das Sexverbot für ihre Truppe in Afghanistan gelockert.

Sex ist jetzt erlaubt zwischen miteinander verheirateten Soldat(inn)en, oder zwischen unverheirateten Soldat(inn)en, wenn

  1. entweder mindestens eine weiter Person einverstanden ist und zusieht oder
  2. die Tür geöffnet bleibt.

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