Der Erdbeerschorsch erklärt uns Pfingsten!
Sehen Sie mal, das einhellige Zeugnis der Schrift heißt: Gott ist die Liebe. Und die Liebe hat immer ein Urwort, und dieses Urwort der Liebe heißt “Du”, wie ich - Du. Und Gott sagt seit Ewigkeit her “Du”, und das ist nicht wie bei uns, wenn wir “Du” sagen - Worte sind Rauch und Schall -, das gilt nicht für Gott, sondern da steht ihm sein “Du” gegenüber, und das ist der Sohn. Und weil dieser Sohn ganz und gar dem Vater aus dem Gesicht geschnitten ist, kann er nur sich dem Vater zurückgeben, indem er ebenfalls “Du” sagt. Und der Vater erwidert das wieder, und das “Du” des Vaters und des Sohnes prallen zusammen und werden zur dritten Person, nämlich zum Heiligen Geist.
Das hat nicht etwa Edmund Stoiber gesagt, sondern der hochehrwürdige Erzbischof von Köln, seine eminente Eminenz Dr. theol. Dr. h. c. mult. Joachim Kardinal Meisner.
Meisner hat noch mehr gesagt; er plappert ja viel, wenn ein Mikrophon in der Nähe ist. Zum Beispiel erzählt er, wie er Minderjährige verführt:
Ich habe vor einigen Monaten abends einen Rundgang gemacht, um mir die Beine zu vertreten. Da kam ich an eine Kreuzung, da standen vier oder fünf Jugendliche. Und die sangen, als sie mich kommen sahen: “Lasset uns beten” - um mich wahrscheinlich auf den Arm zu nehmen. Ich habe mich sofort zu ihnen gesellt und gesagt: Rückt etwas rüber, habe die Hände gefaltet und sofort angefangen, frei zu beten. Ich habe gesagt: “Herr, Du bist immer zu sprechen, bei Dir braucht man keine Gesprächstermine beantragen. Jetzt hast Du uns hier zusammengeführt und die Jugendlichen bitten mich, mit ihnen zu beten. Und jetzt schau auf uns …” - und hab so frei gebetet. Ich hab dann so ein bisschen geguckt auf die Jugendlichen, einer nach dem anderen faltete die Hände. Und als ich sie zum Schluss gesegnet habe, haben drei auch noch das Kreuzzeichen gemacht. Ich hab dann gesagt: “Kommt in Zukunft bei mir klingeln, dann beten wir zusammen. Das brauchen wir hier an so einer Kreuzung nicht zu tun.”
Mit Meisner bin ich allerdings der Meinung, das die Süddeutsche Zeitung sich hin und wieder wohltuend von dem deutschen Presseeinheitsbrei abhebt:
Ich bin jetzt gerade erstaunt gewesen, als ich die Reaktion in unseren Medien zur Kenntnis nehmen musste über den Papstbesuch in Amerika. Und zwar habe ich jetzt nur mal herausgesucht die Reaktion über seine Rede vor der UNO. Über dieses Ereignis wurde relativ einheitlich positiv berichtet. Aber, ich nenne die Zeitung, die “Süddeutsche”, die schrieb, es wäre eine langweilige Professorenrede gewesen. Ich frage mich: War denn der Journalist auf einer anderen Veranstaltung, wenn alle anderen - “Welt”, “Zeit”, FAZ usw. - eine positive Beurteilung abgeben?