Glaubensfragen - Glauben oder Fragen?
Vor einiger Zeit schrieb mir jemand ins Blogstammbuch:
und noch eine allgemeine bemerkung, die du mir hoffentlich nicht übel nehmen wirst: ist dir mal aufgefallen, daß du gegenüber deinen “gegnern” (z. b. der kirche) einen ton anschlägst, der dem, den diese leute angeblich verwenden, in nichts nachsteht?
das finde ich schon deshalb schade, weil es manchmal unglaubwürdig macht, ganz noch dem motto: “ich darf das, ich habe ja recht!”…..
Der Verfasser dieser Zeilen steht mit seiner Auffassung nicht alleine. Ähnliche Vorhaltungen habe ich auch auf anderem Wege zu lesen und hören bekommen. Ich nehme eine aktuelle Diskussion zum Anlass, zu umreißen, welche Gläubigen sich meiner Kritik ausgesetzt sehen sollten (die ich für meine Verhältnisse ürigens regelmäßig recht milde formuliere), und welche Menschen, wie sich auch bei genauem Lesen meiner Posts zeigen sollte, von mir gar nicht in ihrem Glauben kritisiert werden. Der folgende Text ist Bestandteil meiner Erwiderung im Rahmen der vorgenannten Diskussion:
Der Garten Eden ist nicht wirklich eine Ausgangsbasis für eine Diskussion über Glaubensfragen. Und das Anziehen von Bibelzitaten auch nicht; ich werde zu fast jeder Textstelle ein Gegenzitat finden. Dieses ganze Debattieren über die Auslegung von Texten führt letztlich zu nichts, es verdeckt eher das, was ich als Kern des Glaubens bezeichnen würde. Ich habe tagtäglich mit glaubenden Menschen zu tun. Da sind die einen, die ihre Kirchensteuern oder vergleichbare Abgaben zahlen und meinen ‘irgendwie wird’s schon einen Gott geben’, aber weder zu dem Thema noch zu ihrem Gott einen Zugang haben. Das ist mehr so eine Art Glauben aus Sicherheitsgründen: Falls sich irgendwann herausstellen sollte, dass es einen Gott gibt, kann man darauf verweisen, dass man zumindest ein bisschen an ihn geglaubt hat. Dann gibt es die fanatisch Glaubenden, bis zu den Zähnen bewaffnet mit Bibelzitaten, theologischen Finessen, Präzedenzfällen des Glaubens. Räumt man alles das beiseite, ist da: Nichts! Und dann gibt es die Menschen, deren Glaube authentisch ist. Sie brauchen kein Glaubensgebäude, keine Vorbeter, niemanden, der ihnen den Glauben vorkaut, auch kein Christival. Sie leben ihren Glauben. Und sie können ihren Glauben durch schlichte einfache Worte zum Ausdruck bringen. Albert Schweitzer, dem ich naturgemäß nicht tagtäglich begegne, war so jemand. Er wischte all die großen theologischen Aufbauten vom Tisch und ersetzte sie durch den einen einfachen Satz: Ehrfurcht vor dem Leben! Ein rk Pfarrer in meiner Heimatstadt antwortete auf meine Frage, wie sich Gott bemerkbar mache, wie sich sein Glaube, abseits von Glockengeläut und Hochamt, bemerkbar mache: “Indem ich mich um Dich kümmere!” Ein Geistlicher der russisch-orthodoxen Kirche (ein sehr wortgewaltiger, frommer und gestrenger Mann!) sagt mir, nachdem ich von ihm wissen wollte, was glauben bedeutet: “Glauben heißt, die Erfüllung des Lebens suchen!” Vor ein paar Jahren traf ich ihn wieder. Er erkundigte sich nach diesem und jenem und wollte dann wissen, wie es meiner Frau gehe und ob wir Kinder hätten. Ich druckste ein wenig herum, erzählte dann aber von meinem Freund. Nachdem das erwartete Donnerwetter ausblieb, erzählte ich mehr von uns. Er hörte aufmerksam zu und meinte schließlich: “Dann hast Du die Erfüllung Deines Lebens gefunden. Dann hast Du Deinen Glauben gefunden. Bewahre ihn gut!”
Vor diesen zuletzt beschriebenen glaubenden Menschen habe ich allergrößte Hochachtung. Sie brauchen kein Glaubenskorsett; ihr Glaube ist einfach, unmittelbar, ehrlich und authentisch. Und es gibt diese Menschen nicht nur in den Reihen kirchlicher Funktionsträger; es sind Angehörige verschiedenster Religionen/Konfessionen. Einige sind regelmäßige Kirchgänger (Moscheegänger/Synogogengänger sagt man wohl nicht, der Begriff schließt sie hier mit ein), andere wiederum meiden Sakralbauten. Manche bezeichnen sich als fromme Christen/Juden/Moslems, manche sagen, sie seien konfessionslos. Ihre Lebenswirklichkeit unterscheidet sich nicht wesentlich von der meinen. Viele Vorgänge bewerten sie ähnlich wie ich. Sie suchen nicht nach Schuldigen, sie packen an und helfen, Not zu lindern. Und sie haben keine Angst um ihren Glauben. Sie haben vor allem nicht die Angst, in ihrem Glauben zu schwach zu sein, um zu bestehen. Deshalb versuchen sie nicht, möglichst viele andere um sich zu scharen. Das Wetteifern um Glaubensparolen ist ihnen fremd; sie brauchen nicht den Wettbewerb um den lautesten Namengottesruf. Leere Phrasen wie ‘Gott ist gut’, ‘Gott ist groß’ verabscheuen sie. Sie stehen mit gutem Rat und guter Tat bereit; bekämpfen nicht, bekehren nicht, sind aber Vorbild. Ihr Glaube, nicht die Herde, gibt ihnen Kraft und Mut. Feindbilder brauchen Sie nicht und sie sammeln keine Bonuspunkte für ein Leben nach dem Tod; sie versuchen nicht ein besonders guter Christ/Jude/Moslem zu sein. Sie sind nicht allein: Sie haben Freunde über alle Glaubensgrenzen hinweg, denn sie grenzen nicht aus. Auch mich nicht. Denn sie sagen, ihr Glaube komme von Gott, nicht aus einem Buch.
Ich sage ihnen, das, “was ihr für Glauben haltet, ist Euer Verstand” - sie sagen mir, das, was ich für Vernunft halte, sei Gott. Damit kann ich gut leben, denn sie wollen mir meine Vernunft nicht nehmen, wollen mich nicht umpolen. Es ist ihre Gewissheit, dass auch ich ein gutes Lebens nach dem Tod haben werde. Und ich sehe, dass sie hier und jetzt ein gutes Leben leben.
09/05/2008 um 8:56 Uhr vormittags
“denn sie wollen mir mein Vernunft nicht nehmen, wollen mich nicht umpolen”
Es sollte wirklich mehr von diesen “vernünftigen Gläubigen” geben, die auch andere Weltanschauungen nicht nur tolerieren, sondern auch akzeptieren. So wäre der Umgang miteinander bei weitem unbeschwerlicher. Als moderner Atheist hätte man grundsätzlich ja auch kein Problem mit den Glaubensvorstellungen anderer, wenn diese im Privaten gelebt würden (die Frage ist natürlich, ob und wie das überhaupt möglich ist) und nicht alle Anders- und Nichtgläubigen darunter zu leiden hätten. Da aber v. a. die drei monotheistischen Weltreligionen prinzipiell meinen, ihre “Wahrheit” auch allen anderen aufoktroyieren zu müssen, wird man als vernünftiger und aufgeklärter Mensch da immer dagegenhalten müssen.
09/05/2008 um 9:45 Uhr vormittags
Danke!
09/05/2008 um 11:32 Uhr vormittags
Zum Artikel:
Volle Zustimmung!
@Michael:
Warum macht bei dieser Diskussion eigentlich immer einer den Unterschied “Glaube vs. Vernünftig/Aufgeklärt” auf? Gerade den Satz “Ich sage ihnen, das, “was ihr für Glauben haltet, ist Euer Verstand” - sie sagen mir, das, was ich für Vernunft halte, sei Gott.” fand ich sehr treffend. Das zeigt doch, daß wir, wenn wir über den Tellerrand schauen, gar nicht SO weit voneinander entfernt sind. Ich kann mehrere Glaubensrichtungnen / Religionen, darunter auch Atheismus nebeneinander akzeptieren, solange diese auch in der Lage sind mich und meine Sicht zu akzeptieren.
09/05/2008 um 12:21 Uhr nachmittags
treffender Artikel … bleibt anzumerken, dass diejenigen, welche ihre Glaubensgrundlagen literalistisch auslegen und von der Verbalinspiration dieser ausgehen in aller Regel dajenige zitieren, was ihre Agenda unterstützt und dasjenige auslassen, was ihnen nicht in den Kram passt (z.B. jenen Text), … weiterhin stellt sich die Frage, ob es sich nicht bei Menschen, welche sich dafür aussprechen, dass alle welche nicht so sind wie sie selbst sind (oder sein wollen), ewige Qualen im Jenseits leiden schlicht und einfach um Autoritäre Persönlichkeiten/Autoritärer Charaktere handelt … kann auf jeden Fall ganz erhellend sein, religiösen Fundamentalismus bspw. mit Erich Fromms Die Furcht vor der Freiheit zu analysieren
09/05/2008 um 3:00 Uhr nachmittags
Ich möchte da etwas differenzieren. Grundsätzlich akzeptiere (befürworte, billige) ich keine Weltanschauungen, die mir nicht gefallen. Sei es aus Gründen irgendwelcher Aufrufe zur Gewalt oder Intoleranz gegen Andersgläubige in den Schriften, etc. Dazu werde ich mich zeitlebens kritisch äußern. Das gilt aber natürlich nicht pauschal für die Gläubigen als Menschen. Man kann die Religion vielleicht mit einer gewöhnlichen Partei vergleichen. Die Parteilinie mag mir nicht gefallen, weil zu rechtspopulistisch, zu konservativ oder was auch immer. Alle Parteimitglieder deswegen in einen Topf zu werfen und pauschal zu verunglimpfen, wäre jedoch auch inakzeptabel.
Die Frage ist nun, inwieweit die Gläubigen bereit sind, z. B. atheistische Menschen zu akzeptieren und ob Akzeptanz alleine ausreichend ist. Es ist sicher schön zu hören, wenn ich als Atheist von acht von zehn Pfarrern gesagt bekomme, dass sie mir meine Vernunft nicht nehmen möchten, mich nicht umpolen wollen. Doch im selben Augenblick werden im öffentlichen Fernsehen Gottesdienste und Messen übertragen, bei denen die Ungläubigen zur „Rückkehr zum christlichen Glauben“ aufgefordert werden. Vertreter der Religionsgemeinschaften klopfen an die Türe, um mich daran zu erinnern, dass es da oben einen Schöpfer gibt, der wie ein Kettenhund über uns wacht und wir ihn mit besänftigenden Gebeten ruhigstellen müssten. Die Meinungsfreiheit wird wesentlich beschnitten, weil es vielen Gläubigen nicht gefällt, dass ihre Religionsstifter in Karikaturen auftauchen oder irgendwelche Propheten verunglimpft werden. Die Kirchen boykottieren ganz essentielle Forschungen auf dem Gebiet der Medizin, weil diese ihrem Gott nicht gefallen würden. Et cetera et cetera.
Das große Problem ist also, dass „die Gläubigen“ eben nicht nur still und einsam in ihren Gebetshäusern sitzen und an Sonntagen den Herrgott um Vergebung ihrer Sünden bitten. Ihre Mission ist es, all die anderen von ihrer abstrusen Story zu überzeugen. Jedoch brauchen „die Anderen“ eben keinen Herrgott, der ihnen das vernünftige Denken abnimmt, leiden aber aufgrund der Willkür der Religiösen. Die Religionen geben ihre Macht nun nicht von alleine ab und ziehen sich zurück in die Gebetshäuser. Entmachten kann man sie nur durch Säkularisierung – man verbannt die religiöse Indoktrination von den Schulen, räumt ihnen weniger Platz in den Medien ein und betreibt Aufklärung. Wenn nämlich alle „plötzlich“ ihren eigenen Verstand gebrauchen und sich nicht mehr von antiquierten und verstaubten Büchern bei ihren Entscheidungen unterstützten – um nicht zu sagen „leiten“ – lassen, dann wird das Leben für alle Menschen angenehmer, lebenswerter, toleranter, solidarischer und moralischer. Darauf lohnt es sich doch hinzuarbeiten.
09/05/2008 um 9:17 Uhr nachmittags
Sehr gut finde ich in diesem Post die Trennung von originärem und derivativem Glauben.
Es fällt immer wieder auf, daß Menschen, die ihren Glauben aus Regelwerken und Büchern ableiten, anderen Individuen diesen Glauben aufzwingen - notfalls mit Gewalt - und sie damit entindividualisieren wollen.
Menschen, die eigene Glaubenserfahrungen gemacht haben, die Gott nicht nur vom Hörensagen kennen, brauchen weder Oberhirten noch Kirchenrecht. Im Grunde brauchen Sie nicht einmal den Begriff “Gott”. Sie brauchen andere Menschen. Aber nicht um sie zu bekehren oder sie wegen irgendwelcher Regelverstöße zu bestrafen. Sondern um mit ihnen zusammen zu leben. Und Leben bedeutet Vielfalt. Die Natur macht es vor. Warum sollten wir Menschen uns gegen die Natur stellen und ein Leben in grauer Einheitlichkeit führen?
Wer erst in der Bibel nachlesen muß, was er zu glauben hat, ist Gott sehr fern. Gott hat nicht Mose die Gebote in Stein meißeln und den Berg herunterschleppen lassen, weil das Volk ihm nahe war.
Ich bin nicht schwul. Ich habe auch nicht die üblichen zwei oder drei Schwulen im Bekanntenkreis. Ich bin traditionell verheiratet (und bin trotzdem oder gerade deswegen glücklich), habe drei Kinder. Ich bin Katholik, gehe jeden Sonntag in die Kirche, bin sogar als Lektor tätig.
Und dennoch freue ich mich über andere Lebensentwürfe, freue mich über das bunte Leben auf dieser Erde. Wenn im Juli wieder CSD ist, werde ich, wie jedes Jahr, meinen Pfarrer fragen: Warum hadern diese Menschen mit uns. Was machen wir (!!!) falsch, daß sie nicht zu uns in die Kirche kommen? Sie sind fröhlich, freundlich und feiern. Warum nicht hier bei uns? Warum nicht mit uns zusammen? Warum lassen sie uns hier alleine in der grauen Kirche und wollen mit uns nichts zu tun haben? Was machen wir (!!!) falsch, daß sie uns ablehnen?
Und ich frage auch, wenn Jesus heute wieder Mensch werden würde und zu uns nach Köln käme, wo würde er hingehen? Käme er zu uns in die Kirche oder würde er ins Schwulenviertel gehen? Er würde zu uns (!!!) in die Kirche kommen und uns bekehren. Denn die Schwulen leben, aber die Kirche ist, wenn Sie so weitermacht, bald tod.
Aber vielleicht würde Jesus es gar nicht bis zu uns in die Kirche schaffen, weil wir ihn vorher ans Kreuz nageln. Und wir Katholiken würden dabei in der ersten Reihe stehen und jubeln, denn genau wie die Schwulen und Lesben paßt Jesus nicht in unser Menschenbild. Er ist anders, als wir ihn uns vorstellen.
10/05/2008 um 11:52 Uhr vormittags
Sehr schöner Beitrag!
10/05/2008 um 2:14 Uhr nachmittags
@ entdinglichung:
Robert Owens ‘ A New View of Society: or, Essays in the Principle of the Formation of the Human Charakter’ ist ebenfalls instruktiv. Owen vertritt darin die Auffassung, dass der freie Wille eine Hydra des menschliches Unglücks sei, der jedes vernüftige Prinzip zum Opfer fällt. Für vernünftig hält er nur den Willen der/einer Mehrheit. Dieser Wille soll der Mehrheit widerum durch eine Obrigkeit ‘aufgeprägt’ werden. Owen formuliert den Glauben an eine technokratische Steuerung der Gesellschaft oder einer Gemeinschaft in seiner extremsten und autoritärsten Form. Es ist übrigens der selbe Robert Owen, der bei Wikipedia als Frühsozialist bezeichnet wird.
10/05/2008 um 2:40 Uhr nachmittags
@ MithraX und Michael:
Ich habe mich hier ganz bewußt beispielhaft auf einzelne, mir persönlich bekannte ‘Gläubige’ bezogen, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es auch in den Reihen der sonst von mir sehr kritisierten Glaubensgemeinschaften Menschen gibt, denen ich Vertrauen kann und denen ich mich in schwierigen Situationen anvertrauen kann, ohne dass sie es für Glaubenszwecke ausnutzen werden. Ich bin mir auch sehr sicher, und habe entsprechendes erlebt, dass sich diese Menschen, anders als die von mir im Post zunächst erwähnten sicherheitshalber Glaubenden, nicht fundamentalistischen Strömungen anschließen werden, denn sie fühlen sich nicht in der Masse stark, sondern in ihrem Glauben. Deshalb haben sie, vgl den Kommentar von entdinglichung, auch nicht den verblendeten Ehrgeiz, eine Glaubensautorität sein zu müssen. Das führt allerdings dazu, dass sie keine Breitenwirkung haben. Sie werden nicht im Papamobil, gleich dem Goldenen Kalb, durch die Menschenmengen gekarrt, sie beschallen uns nicht von irgendwelchen Türmen und dringen nicht via Fersehübertragung bis in unsere Schlafzimmer ein. Sie haben das auch nicht nötig, weil sie für sich selbst und ihren Glauben stehen. Alle anderen aber, die Massenaufhetzung und finstere Demagogie betreiben, bewerte ich nicht anders als Michael.
10/05/2008 um 2:55 Uhr nachmittags
@ Eigelsteiner:
Danke für den Kommentar; ich bin beeindruckt.
Ich habe bei den Menschen, die ich beispielhaft nannte, die Beobachtung gemacht, dass sie die Worte ‘Gott’ und ‘Glaube’ kaum verwenden (im Gebet schon und bei kultischen Handlungen, selten aber im Dialog, und dann auch eher als ‘Terminus technicus’, um nicht immer mit Umschreibungen arbeiten zu müssen). ‘Im Namen Gottes…’, ‘es ist Gottes Wille’, ‘der Glaube verlangt…’ kommt ihnen nicht über die Lippen. Sie können ihre Auffassungen aus sich heraus begründen. In ihrem tiefsten Inneren berufen sie sich wohl auf ihren Gott, schicken diesen Gott aber nicht als höchste Instanz, der nicht widersprochen werden darf, vor.
13/05/2008 um 9:49 Uhr vormittags
sehr schöner text, gratulation. hab mich in vielem wiedergefunden.
vielleicht noch ergänzend der gedanke, dass metaphysik nicht unbedingt einen ‘gott’ voraussetzt, geschweige denn ‘gesetze’ (glaube muss nicht theistisch geschwiege denn monotheistisch sein).
und, ein gedanke noch, vielleicht ist nicht immer akzeptanz möglich (und erforderlich) im umgang miteinander. aber ein wenig (mehr) wechselseitiger respekt (und vielleicht auch gegenseitige neugier) würde mehr an dialog ermöglichen - wie bei dem schönen kommentar von ‘eigelsteiner’ sichtbar …
13/05/2008 um 10:09 Uhr nachmittags
@ ondamaris:
Danke. Aber Du provozierst mich jetzt zu folgendem: Glaube muss gar nicht sein.
13/05/2008 um 11:53 Uhr nachmittags
da konter ich ‘muss nicht - darf aber’
14/05/2008 um 8:39 Uhr nachmittags
Darf, sollte aber besser nicht.