Die Bibel geht ihres Weges und trifft auf einen Schwulen
Ein Fundstück aus Bern.
Am vergangenen Montag war ich in Bern in der Heiliggeistkirche und bin bei der Gelegenheit auf eine Veranstaltung vom 14. November 2007 des Vereins “Offene Heiliggeistkirche” in dieser Kirche aufmerksam geworden:
Die Bibel, der Schwule und die Frommen
Die Texte hierzu sind im Internet zu finden. Hier ein paar Auszüge:
Die Bibel geht ihres Weges und trifft auf einen Schwulen. Sie öffnet sich, wie es die Aufgabe einer jeden Bibel ist, damit er oder sie darin lesen kann. Nach einer Weile ist die Bibel langsam ungeduldig geworden. Denn ihr Gegenüber - also der Schwule - zeigt kein Interesse, ja wendet sich sogar von ihr ab. Die Bibel ist etwas verwundert, ist sprachlos und tut, was Bibeln eigentlich nicht tun. Sie fragt - normalerweise sagt sie ja nichts und lässt einfach lesen, sie geht davon aus, dass die Fragen, die Deutung und Gewichtung im Ermessen der oder des Lesenden liegt - sie fragt also den Schwulen:
„Warum liest du nicht in mir?”
Der Schwule drehte sich um, kaut ausgelassen auf seinem Kaugummi und schaut gleichgültig über die Bibel hinweg. Der Bibel erstarrten vor Schreck die Buchstaben auf den Seiten. „Was soll ich in dir lesen? Ich lernte ohne dich zu leben! Gehe doch zu denen, die mich als Sünder bezeichnen und die Kirchentüre mit dem Keuschheitsgürtel zuriegeln.”
Gott selbst schrieb nichts
Alle Eltern werden früher später mit Homosexualität konfrontiert. Die meisten durch Fragen ihrer neugierigen Kinder. Es könnte aber auch sein, dass ihre Tochter eines Tages erzählt, dass sie eine Frau liebt oder ihr Sohn, dass er einen Mann liebt.
Es darf nicht sein, dass nur etwa 1/3 der Eltern, wenn es „passiert” positiv reagieren. Es darf nicht sein, dass junge Menschen sich davor fürchten, ihren Eltern mitzuteilen, dass sie gleichgeschlechtlich lieben.
Der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes hat mit seiner ethischen Orientierung zum Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlich liebende Menschen voll akzeptiert. Er zeigt, dass aufgrund der Bibel homosexuelle Menschen nicht diskriminiert werden dürfen. Die römisch katholische Kirche hat immer noch ein sehr problematisches bis negatives Verhältnis zur Homosexualität. Die Evangelikaner, alle Freikirchen, die jüdische Gemeinde und der Islam lehnen die gleichgeschlechtlich Liebenden immer noch ab.